Neuer Stall lässt uns wieder atmen

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Neuer Kaltstall für Mutterkühe

Der neue Kaltstall für Mutterkühe hat den Lebensalltag bei Norbert und Martina Weißenbacher
wesentlich verändert. Ein klein wenig Luxus, der aber täglich Freude bringt.

Kaltstall Haas Fertigbau

„Die Mutterkuhhaltung bringt keine hohen Deckungsbeiträge und deswegen ist ein Neubau für diesen Betriebszweig in dieser Größe natürlich ein Luxus, den wir uns aber gegönnt haben“, erzählt Norbert Weißenbacher, der die Zahlen nicht nur aufgrund seiner Buchhaltung genau kennt, sondern gemeinsam mit Martina auch beim Arbeitskreis Mutterkuh aktiv ist. Wie in vielen Fällen war auch bei den Weißenbachers der Einstieg in die Mutter-
kuhhaltung der Ausstieg aus der Milch. Die Mutterkuhhaltung hat andere Ansprüche an das Stallgebäude als die Milchwirtschaft, so kam es, dass die erste Umstellungszeit auf Mutterkühe und auf Bio im alten Stall improvisiert begann. Schon bald zeigte die desolate Substanz des Altbestandes Grenzen auf. Die Berufstätigkeit von Norbert beim Maschinenring Tennengau und Martina als Kindergartenleiterin im Ort machte die Situation nicht entspannter. Die Lösung war 2014 schließlich nach eingehenden Gesprächen mit dem Planer Ing. Anton Schmid, in einen neuen Kaltstall für Mutterkühe zu investieren. „Um die Wirtschaftlichkeit dieser extensiven Haltungsform zu sichern, war uns wichtig, den Kapitaleinsatz für Gebäude und Technik möglichst gering zu halten, der Stall sollte arbeitstechnisch einfach ohne körperliche Anstrengung zu bewältigen sein, die reine Heufütterung beibehalten werden und ebenfalls der Festmist“, schildert Norbert die Anforderungen. Die Güllelagerung mit 230 m3 konnte vom Altbestand übernommen werden. In einer sehr kurzen Bauzeit von zweieinhalb Monaten haben kompetente Firmen und die Bauherren mit hoher Eigenleistung das Projekt umgesetzt. „Besonders erwähnenswert ist in diesem Zusammenhang Firma Haas mit unserem Stallbauberater Albin Hubner. Der zeitliche Ablauf und die Verlässlichkeit haben es ermöglicht, dass wir am 20. November in den neuen Stall eingezogen sind. Die Zuverlässigkeit haben wir auch bei Firma Felder sehr geschätzt. Die Aufstallung ist für uns perfekt und die Gestaltung vom Auslauf kompakt“, so die Bauherren. Das System mit Liegeboxen und dem vorgelagerten Kälberschlupf ist eine saubere Lösung. Im Bereich des Fressplatzes ist zur Absonderung der Flüssigkeit ein schmaler Spaltenkanal eingebaut, der mit einer Spülleitung versehen ist. Im Stall sind 15 Fressplätze eingerichtet, zusätzlich steht im Auslauf, der ständig zugänglich ist, eine Futterraufe zur Verfügung. Die Entmistung erfolgt einmal täglich mit dem Hoftrac, der auch anderweitig vielseitig einsetzbar ist. Zur Fütterung werden entweder Heuballen vorgelegt oder das lose Heu mit Ladewagen von der alten Tenne  geholt. Südseitig ermöglicht ein Windnetz ein weites Öffnen des Gebäudes, nordseitig Hebefenster. Zwei Kameras übertragen die ständige Tierkontrolle. „Die Mutterkuhhaltung ist eine sehr natürliche Haltungsform, die uns gefällt. Wir beobachten unsere Tiere gerne. Der neue Stall hat uns einen kräftigen Motivationsschub gegeben und wir möchten keinen Tag mehr tauschen“, erzählt Martina und betont: „Die Kostenwahrheit war für uns selbst von großer Bedeutung, so sind bei den Baukosten alle Positionen bis hin zur Verpflegung der Helfer und die letzten Baggerstunden für die Planierungsarbeiten am Grünland alles enthalten. Die Freude am Gebäude darf nicht durch unüberlegte Kosten gemindert werden“, so Martina abschließend.

(Text von Ing. Christine Mooslechner)

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